Aquarelle

Aschaffenburg, 2002

Ein Aquarell (latein. aqua=Wasser) ist ein mit Wasserfarben angefertigtes Gemälde. Es zeichnet sich häufig durch blasse Farben und verwischte Konturen aus.

Aquarelle leben vom Gegensatz zwischen lasierend und deckend aufgetragenen Farben. Im Allgemeinen wird beginnend mit helleren Farbtönen zu dunkleren Farben gearbeitet. Dabei wird auch der Untergrund mit in die Komposition einbezogen, teils durchscheinend, teils aber auch unverändert stehen bleibend. Oft wird Farbe in den vorher angefeuchteten Untergrund oder in noch feuchte farbige Bildpartien gesetzt (Nass-in-Nass-Technik), so dass Farben ineinander verlaufen und dabei die für diese Malweise charakteristischen Strukturen entstehen.

Die Aquarellmalerei wurde schon sehr früh angewandt, aber vor allem im ausgehenden Mittelalter durch Kolorierung von Holzschnitten für Einblattdruck entwickelt. Einer der Hauptmeister in der Aquarellmalerei war Dürer. Die neuzeitlich reine Aquarelltechnik förderten vor allem William Turner und die englische Water Colour Societies.